NBA bald in Europa? Wagner schwärmt vom Talent und Stil hiesiger Spieler – und verrät, warum ein Mix aus US-Show und europäischer Kultur die Fans besonders begeistern könnte.
Der geplante Ableger der NBA sollte aus Sicht von Deutschlands Weltmeister Franz Wagner auf der europäischen Basketball-Kultur aufbauen. "Ich finde, dass das Basketballniveau hier extrem hoch ist. Strategisch gesehen wird das Talentniveau von Jahr zu Jahr besser", sagte der 24-Jährige vor der heutigen Partie seiner Orlando Magic gegen die Memphis Grizzlies in Berlin (20.00 Uhr/Amazon Prime). "Deshalb denke ich, dass die NBA in dieser Hinsicht einfach weitermachen muss wie bisher und sicherstellen muss, dass auch Jugendprogramme im Fokus stehen."
Schon im Oktober 2027 soll der NBA-Ableger in Europa in Zusammenarbeit mit dem Weltverband Fiba an den Start gehen. Auch Wagners Ex-Club Alba Berlin könnte dabei sein. Der regionale Aspekt würde Fans anziehen, erwartet Wagner. "Es sind nicht nur ein paar Amerikaner, die hier Basketball spielen. Es sind auch europäische Spieler dabei, die, offen gesagt, einen ganz anderen Basketballstil spielen als die NBA", sagte der Forward. "Die Fangemeinde hier hat eine großartige Tradition und eine lange Geschichte, auf der man aufbauen sollte."
Die NBA könne dann ihre Expertise bei der Vermarktung und dem Steigern des Zuschauerinteresses viel beisteuern. "In einer Welt, in der man diese Dinge zusammenbringen kann, ohne jetzt zu philosophisch zu werden, wäre das ein großartiges Beispiel dafür, wie man Kulturen zusammenbringt, die Stärken beider Seiten nutzt, sie zusammenführt und etwas wirklich Cooles schafft", sagte Wagner.
