Der Mitarbeiter eines Ford-Werks erntet nach Zwischenrufen einen Mittelfinger von Donald Trump – und eine Suspendierung. Nun wurde eine große Geldsumme für ihn gesammelt.
Bei einem Online-Spendenaufruf für den suspendierten Ford-Mitarbeiter wurden innerhalb weniger Stunden über 250.000 Dollar gesammelt. Das Werk hatte den Mann von seiner Arbeit freigestellt, nachdem er dem US-Präsidenten bei seinem Besuch in der Fabrik "Pädophilen-Beschützer" zugerufen hatte.
Pöbeleien bei Ford-Besuch
US-Präsident Donald Trump hat den schmählichen Zwischenruf denkbar vulgär quittiert. Wie eine im Internet verbreitete Handyaufnahme zeigte, formte Trump bei einem Werkbesuch am Dienstag (Ortszeit) zweimal deutlich mit dem Mund den Ausdruck "Fuck you" in Richtung des Störers und zeigte den Mittelfinger.
Bei dem Unruhestifter handelt es sich um den 40-jährigen TJ Sabula. Nach dem Vorfall sagte er der "Washington Post", er spüre wegen des Ausrufs "definitiv keine Reue". Er mache sich allerdings Sorgen um die Zukunft seines Jobs und fürchte auch "politische Vergeltung", weil er Trump "vor seinen Freunden blamiert" habe.
Spendenaktion geht durch die Decke
Eine Online-Petition mit dem Titel "TJ Sabula ist ein Patriot!" soll dem zweifachen Familienvater nun unter die Arme greifen. "Lasst uns zusammenhalten und TJ unterstützen und ihm helfen, einige Rechnungen zu bezahlen", schreibt der Mann aus South Carolina, der den Spendenaufruf auf der Plattform gofundme gestartet hat.
Innerhalb weniger Stunden kommen über eine Viertelmillion Dollar für den suspendierten Werksarbeiter zusammen. Die Kommentare unter der Petition loben den Mut des 40-Jährigen und feiern ihn für seine Aktion.
Donald Trump wegen Verbindung zu Jeffrey Epstein beschimpft
Befragt von der "Washington Post", bestätigte Sabula selbst, dass sich seine Beschimpfung auf Trumps Agieren im Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bezogen habe.
Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. "Ein Geisteskranker schrie in einem Wutanfall wild Flüche, und der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort", hieß es in einem Statement des Sprechers.
