Die Eintracht bekommt ihre Flut an Gegentoren nicht in den Griff. Sportvorstand Krösche hadert. Das Torwart-Thema bekommt neues Futter. Trainer Toppmöller sorgt sich zudem um seinen neuen Stürmer.
Eintracht Frankfurt geht mit reichlich Arbeit in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Und mit Sorgen um den angeschlagenen Neuzugang Younes Ebnoutalib. Bei dem Stürmer sehe es "nicht ganz so gut aus", sagte Trainer Dino Toppmöller nach der 2:3 (1:2)-Niederlage beim VfB Stuttgart.
Eine MRT-Untersuchung soll genauere Erkenntnisse bringen. Ebnoutalib hatte in der Partie am Dienstagabend einen Schlag auf das Bein bekommen und war schon nach 20 Minuten ausgewechselt worden. Später verließ er mit einer Knieschiene und an Krücken das Stadion. Vier Tage nach seinem Traum-Debüt in der Bundesliga war es ein herber Dämpfer für den Winter-Einkauf vom Zweitligisten SV Elversberg. "Wir hoffen das Beste", meinte Toppmöller.
"Vogelwild": Scharfe Kritik von Krösche
Mindestens genauso viel Kopfzerbrechen dürfte den Frankfurtern ihre schwache Defensivleistung bereiten. 36 Gegentore haben die Hessen in den ersten 17 Liga-Spielen der Saison kassiert - eine miserable Bilanz. "Wir müssen an unserer defensiven Struktur arbeiten", forderte Sportvorstand Markus Krösche. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 in Stuttgart habe die Mannschaft diese "völlig verloren" und phasenweise "völlig vogelwild" gespielt, meinte er.
Nach ihrem späten Ausgleich zum 2:2 hatte die Eintracht zudem das 2:3 hinnehmen müssen. "Brutal aufgeregt" habe ihn dieses "billige Gegentor", sagte Coach Toppmöller. Es hatte dafür gesorgt, dass Frankfurt zum dritten Mal in Serie sieglos blieb und weiter hinter den Europapokal-Rängen liegt.
Kaua Santos wieder mal im Fokus
Neue Diskussionen dürfte es zudem um Torhüter Kaua Santos geben. Der Brasilianer, der seinen Stammplatz zwischenzeitlich an Michael Zetterer verloren hatte und zum Jahreswechsel wieder die Nummer eins geworden war, patzte vor dem 1:1 heftig. In der Folge wirkte er zunächst völlig verunsichert.
Die Situation sei "für den Jungen nicht einfach", sagte Krösche. Er sei aber "super wiedergekommen in der zweiten Halbzeit". Gegen Stuttgarts Deniz Undav parierte der 22-Jährige zweimal stark. Nachdem er sich in der ersten Hälfte ein heftiges Wortgefecht mit Teamkollege Arthur Theate geliefert hatte, habe der Torwart in der Pause von seinen Kollegen viel Zuspruch bekommen, berichtete Toppmöller.
