Die Polizei hat nach dem Sparkassencoup von Gelsenkirchen massenweise Bildmaterial von der Tat gesichtet – das Interesse an der Ermittlerarbeit ist groß. Nun gibt es einen Hinweis.
Beim Millionen-Coup in der Sparkasse Gelsenkirchen sind die Täter nach Angaben der Ermittler offensichtlich durch eine manipulierte Fluchttür in das Gebäude gelangt. Die Tür könne von außen aus eigentlich nicht geöffnet werden, teilte die Polizei mit. Durch die Manipulation sei den Tätern aber "ein ungehinderter Zugang vom Parkhaus in das Sparkassengebäude möglich" gewesen.
Die bislang unbekannten Kriminellen hatten schließlich ein großes Loch in die Wand zum Tresorraum gebohrt und dort rund 3100 Kundenschließfächer aufgebrochen. Der Aufbruch der Bankschließfächer habe bereits am 27. Dezember um 10.45 Uhr begonnen, teilten die Ermittler weiter mit.
Gelsenkirchen: 230 Ermittler suchen nach Tätern
Die Polizei sucht inzwischen mit 230 Ermittlern nach den Tätern. Es gebe eine "riesige Bereitschaft" unter den Beamten, sich an dem Fall zu beteiligen, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bei einer Sondersitzung des Innenausschusses. Der Anspruch sei: "Das Ding klären wir auf."
Im Tresorraum und dem danebenliegenden Archivraum hätten Schätzungen zufolge unter anderem 500.000 Gegenstände auf dem Boden gelegen. Diese müssten akribisch untersucht werden. "Auf jedem dieser Gegenstände könnten relevante Spuren sein", sagte Reul.
Die Ermittler seien außerdem dabei, 10.000 Stunden Videomaterial auszuwerten. Insgesamt gebe es derzeit 8 Terrabyte Daten. "Wie viel davon wirklich brauchbar ist, weiß man nicht", sagte der Minister.
