Eisregen hat am Dienstag in weiten Teilen Zentraleuropas für Verkehrsprobleme gesorgt. Am Wiener Flughafen wurde der Betrieb aufgrund einer dicken Eisschicht auf dem Rollfeld vorübergehend eingestellt. Erst gegen Mittag wurde der Flugverkehr allmählich wieder aufgenommen. In der Slowakei, Tschechien und Ungarn kam es aufgrund des Wetters ebenfalls zu Verkehrsbeeinträchtigungen.
Auch im österreichischen Bahnverkehr kam es zu Störungen und Zugausfällen. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) riefen Reisende auf, nicht dringend notwendige Reisen zu verschieben.
Auch am Flughafen der slowakischen Hauptstadt Bratislava wurde der Betrieb am Morgen aufgrund des Wetters vorübergehend ausgesetzt. Die slowakische Polizei rief im Onlinedienst Facebook dazu auf, aufgrund des "extremen" Eises und Schnees im Westen des Landes auf Reisen zu verzichten.
Im Nachbarland Tschechien war der Straßen- und Schienenverkehr durch Eis in weiten Landesteilen beeinträchtigt. Am Flughafen Prag kam der Flugverkehr vorübergehend zum Stillstand. Feuerwehrleute enteisten die Rollbahn. Rund 50 Menschen wurden nach Angaben der Rettungsdienste der tschechischen Hauptstadt wegen Verletzungen infolge der Eisglätte behandelt, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK berichtete.
In Ungarn, wo seit vergangener Woche weite Teile des Landes von extremem Winterwetter betroffen sind, wurde der Betrieb am Flughafen Budapest wegen "Glatteis und extremer Vereisung" eingestellt, wie der Flughafen mitteilte. Zuvor war den Angaben zufolge ein Frachtflugzeug einer äthiopischen Fluggesellschaft von der Landebahn abgekommen und auf einer Wiese zum Stehen gekommen. Der Vorfall werde untersucht.
Auch im Zugverkehr in Ungarn kam es zu Verspätungen. Der Balaton, ein See im Westen Ungarn, ist derzeit zugefroren - ein relatives seltenes Phänomen, das nur etwa alle zehn bis 15 Jahr zu beobachten ist. Die Behörden warnten, dass das Eis zum Eislaufen jedoch zu dünn sei.
Schnee und eisige Temperaturen hatten bereits in der vergangenen Woche in Europa für Probleme gesorgt. 15 Menschen kamen ums Leben, Schnee und Sturm führten zudem zu Chaos im Verkehr, Schulschließungen und Stromausfällen.
