Mehr Urlaub, längere Wendezeiten: In den anstehenden Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben will Verdi bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Fahrgäste sollten mit Warnstreiks rechnen.
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) beginnen an diesem Dienstag Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi. Fahrgäste sollten sich in den kommenden Wochen auf Warnstreiks einstellen. Bei der vorigen Tarifauseinandersetzung gab es mehrere Ausstände. Noch hat Verdi aber keine Arbeitskämpfe angekündigt.
Während sich die Tarifrunde im vergangenen Jahr um mehr Geld drehte, geht es dieses Mal um den sogenannten Manteltarifvertrag. Dieser regelt vor allem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage
Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage.
Ein Knackpunkt könnte die Forderung nach einer Ausdehnung der Wendezeit auf sechs Minuten ohne Ausnahme sein. Damit ist die Zeit gemeint, die die Fahrerinnen und Fahrer nach der Ankunft am Streckenziel haben, um wieder in die Gegenrichtung abzufahren.
Die BVG wiederum verweist darauf, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern schon jetzt zu den großzügigsten gehörten. Verdi verhandelt bundesweit parallel über die Manteltarife im öffentlichen Nahverkehr in allen 16 Bundesländern.
