"Wer wird Millionär?": Pleiten, Pech und Pannen – bei diesem Kandidaten geht alles schief

Published 6 hours ago
Source: stern.de
"Wer wird Millionär?": Pleiten, Pech und Pannen – bei diesem Kandidaten geht alles schief

Falscher Stuhl, Mikrofon kaputt und Joker-Chaos: Ein "Wer wird Millionär?"-Kandidat sorgte für reichlich Verwirrung. Das brachte auch Günther Jauch aus dem Konzept.

Seit 26 Jahren läuft bei RTL die Quizshow "Wer wird Millionär?", aber das hat es in der Geschichte der Sendung erst einmal gegeben. In der am Montagabend ausgestrahlten Folge sorgte ein Kandidat für reichlich Chaos. Was war passiert?

Axel Wolf aus Winterbach in Baden-Württemberg konnte die Auswahlfrage am schnellsten beantworten und marschierte zielstrebig in die Mitte des Studios. Ohne zu zögern nahm der 29-Jährige Platz – allerdings nicht auf der Seite der Kandidaten, sondern auf dem Stuhl von Günther Jauch. Lautes Gelächter im Publikum schien Wolf nicht zu irritieren und auch Jauch spielte das Spiel mit. "Was versprechen Sie sich persönlich von dem Perspektivwechsel, den Sie jetzt bei 'Wer wird Millionär? eingenommen haben?", fragte Jauch schließlich. Erst da bemerkte der Kandidat seinen Fauxpas. "Ich sitze auf dem falschen Stuhl. Das hat eine Weile gedauert", sagte er. 

Jauch klärte auf, dass es bisher erst einen Kandidaten gab, der es sich auf seinem Stuhl bequem machte: 2020 war Comedian Hape Kerkeling in seiner Rolle als Horst Schlämmer in einem Prominenten-Special von "Wer wird Millionär?" zu Gast und nahm den Platz des Moderatoren ein. Bei Kerkeling war es eine bewusste komödiantische Einlage, der Kandidat hingegen schlichtweg verwirrt. "Das war ein Auftakt nach Maß. Normalerweise ist man damit ausgeschieden", scherzte Jauch. Als dann auch noch das Mikrofon des 69-Jährigen streikte und durch ein neues ersetzt werden musste, sagte er: "Hier geht ja heute alles durcheinander." Tatsächlich folgten noch weitere Pannen.

"Wer wird Millionär?": Günther Jauch und der Telefonjoker

Die ersten Fragen konnte Axel Wolf ohne Probleme beantworten, ab der 2000-Euro-Hürde setzte er seine Joker ein. Für 8000 Euro wollte Günther Jauch Folgendes wissen: "Carlo Ancelotti wechselte im Sommer von der Trainerbank von Real Madrid auf die ...? A: der brasilianischen Seleção, B: von Inter Miami, C: des FC Barcelona, D: von Hannover 96." Der Kandidat räumte ein, von Fußball absolut keine Ahnung zu haben und rief deshalb einen Freund an. Dabei kam es zum nächsten Missgeschick.

Als Günther Jauch den Telefonjoker an der Strippe hatte, überließ er das Wort nicht wie gewöhnlich dem Kandidaten, sondern las die Frage samt Antwortmöglichkeiten selbst vor. Bis Jauch seinen Fehler bemerkte, war die Zeit von 30 Sekunden bereits abgelaufen. "Ihr macht mich alle wahnsinnig", schimpfte er. Beim zweiten Telefonat mit dem Joker gab es dann technische Probleme. Es quietschte und knarzte in der Leitung, der Mann war so gut wie nicht zu verstehen. Das Einzige, was rüberkam, war ein lautstark gerufenes: "Brasilien". Der Kandidat loggte also Antwort A ein und die war korrekt.

Auch die 16.000-Euro-Frage konnte Wolf dank eines Jokers beantworten, bei der doppelten Summe musste er passen. Gesucht wurde die Antwort auf folgende Frage: "Zur beruflichen Grundausstattung gehören seit Generationen die sogenannten ...? A: Pflastersteine für Lehrer, B: Ziegelsteine für Juristen, C: Kieselsteine für Pfarrer, D: Hinkelsteine für Mediziner." Axel Wolf entschied sich dafür auszusteigen, obwohl er intuitiv auf die richtige Antwort getippt hätte, nämlich die Ziegelsteine für Juristen. Dass ihm so die Gewinnsumme von 32.000 Euro entging, passte zu dem Abend voller Pleiten, Pech und Pannen.

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