Eine ganze Generation kennt Fran Drescher durch ihre Rolle in der Sitcom "Die Nanny". Privat blieb ihr ein Familienleben mit Kindern jedoch vergönnt. Wie geht es ihr damit?
Fran Drescher, die durch ihre ikonische Rolle als Kindermädchen Fran Fine weltweite berühmt wurde, lebt heute ein erfülltes Leben – doch ein persönlicher Wunsch blieb ihr verwehrt: eigene Kinder.
Im Alter von 42 Jahren erhielt Drescher die Diagnose Gebärmutterkrebs. Die Erkrankung hatte sich offenbar über Jahre unbemerkt entwickelt und war von mehreren Ärzten zunächst falsch eingeschätzt worden. Nachdem Mediziner den Krebs bei Drescher entdeckt hatten, musste sie sich einer Operation unterziehen, die ihre Fruchtbarkeit massiv beeinträchtigte.
Im Interview mit dem "People Magazin" spricht die 68-Jährige über diese schwere Zeit in ihrem Leben: "Ich hatte das zwei Jahre lang, und acht Ärzte haben es falsch diagnostiziert. Und plötzlich hatte ich eine radikale Hysterektomie und eine komplette Bauchhöhlenspülung hinter mir und mir wurde gesagt, dass ich niemals Kinder haben würde. Zack, bumm. Aber ich mag es nicht, wenn mir jemand sagt, was ich tun oder nicht tun kann – also war das eine sehr bittere Pille, die ich schlucken musste."
Fran Drescher: "Das war mein Schicksal"
Die radikale Hysterektomie, also die operative Entfernung der Gebärmutter, bedeutete, dass Drescher selbst keine Kinder mehr austragen konnte. Im Interview beschreibt sie außerdem, wie stark ihr Kinderwunsch kurz zuvor noch gewesen war: "Ich war mit einem Mann zusammen, der 16 Jahre jünger war als ich, und zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich: 'Ich könnte seine Kinder bekommen.' Aber ich hatte vielleicht noch fünf Minuten Fruchtbarkeit übrig und mir wurde gesagt, ich solle einen Embryo einfrieren lassen. Doch dann stellte sich schnell heraus, dass es Krebs war, und damit war auch diese Option vom Tisch."
Sie ergänzt: "Das war mein Schicksal. Ich glaube, es ist für jede Frau schwer, diese Operation zu durchlaufen, aber für Frauen wie mich, die nie Kinder hatten, war es definitiv eine bittere Pille."
Trotz dieses Einschnitts hat Drescher ihren Fokus nicht auf das Verlorene gerichtet, sondern auf das, was sie daraus machen konnte. Sie schrieb ein Buch über ihre Erfahrungen, gründete die gemeinnützige Organisation "Cancer Schmancer", die sich für Früherkennung und Prävention von Krebs einsetzt, und engagierte sich intensiv in der öffentlichen Gesundheitsaufklärung. Darüber hinaus setzte sie sich politisch ein und lobbyierte im US-Kongress für ein Gesetz zur besseren Aufklärung über gynäkologische Krebserkrankungen. Es wurde 2007 verabschiedet.
