Wetter: Spaß im Schnee und Glättegefahr in Hessen

Published 23 hours ago
Source: stern.de
Wetter: Spaß im Schnee und Glättegefahr in Hessen

Dauerfrost, Schnee und Regen: Laut Meteorologen kann es glatt werden auf den Straßen. Doch den Schnee genießen auch manche. Wie sieht es am ersten Schultag nach den Ferien aus?

Auch in den kommenden Tagen kann es in Hessen noch einmal glatt werden. In der Nacht zum Sonntag sei es kaum bewölkt und bleibe weitgehend trocken, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Es könne aber verbreitet Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe geben.

Wintersportgebiete: "traumhafte Bedingungen"

Für die Wintersportgebiete in Willingen und an der Wasserkuppe wurde das Wetter am letzten Ferienwochenende winterlich. "Es hat in der Nacht ein bisschen geschneit", sagte der Sprecher des Skigebiets Willingen. "Im Moment sind wirklich traumhafte Bedingungen. Es ist auch richtig was los."

Ein Sprecher der Wiegand Erlebnisberge GmbH, die die Ski- und Rodelarena an der Wasserkuppe betreibt, sagte: "Wir haben guten Betrieb." Die Parkplatzsituation sei aber noch entspannt. Der Panoramalift sei geöffnet und auch der Schlittenlift laufe. "Wir hatten kein Wetterchaos. Wir hatten ganz normales Winterwetter", sagte der Sprecher.

Am Hoherodskopf im Vogelsberg öffnet am Sonntag die Rennwiese in der Ski- und Rodelarena, wie ein Sprecher mitteilte. "Der Winter ist da!". Dank 30 Zentimetern Neuschnee könne der Betrieb ab 10 Uhr laufen. "Ob auf Skiern, dem Schlitten oder einfach zum Schneespaß – die frische Schneedecke sorgt für beste Bedingungen und winterliches Vergnügen."

Gibt es Auswirkungen auf den Verkehr?

Die Polizeipräsidien meldeten am Samstag keine besonderen wetterbedingten Unfälle. Eine Sprecherin von Fraport sagte, am Frankfurter Flughafen herrsche normaler Winterbetrieb.

In Frankfurt fährt ein weiterer Kältebus

Wegen der niedrigen Temperaturen wird die Stadt Frankfurt an diesem Wochenende einen zweiten Kältebus einsetzen. Es würden zwar genügend Schlafplätze für obdachlose Menschen angeboten - aber viele wollten oder könnten das Angebot nicht annehmen, sagte der Pressesprecher des Sozialdezernats der Stadt Frankfurt. 

Der zweite Kältebus wird in den Nächten zum Sonntag sowie zum Montag unterwegs sein. Regulär fährt ein Kältebus zwischen Mitte Oktober und Ende Mai durch die Stadt.

Wie geht es mit dem Wetter weiter?

In der Nacht zum Sonntag sollen die Temperaturen zwischen frostigen minus sieben und minus 13 Grad liegen. Der Sonntag werde weitgehend heiter und trocken. Die Menschen in Hessen müssen sich jedoch auf Dauerfrost bei Höchstwerten zwischen minus ein Grad im Rhein-Main-Gebiet und minus fünf Grad im nordhessischen Bergland einstellen, wie der DWD mitteilte.

Wie sieht das Wetter zum Schulstart am Montag aus?

In der Nacht zum Montag werde es bewölkt. Besonders im Westen könne es im Verlauf der Nacht schneien, gebietsweise bestehe die Gefahr von Glätte. Die Tiefstwerte liegen bei minus acht bis minus fünfzehn Grad.

Der Montag zeigt sich grau: Die Meteorologen rechnen mit vielen Wolken, teils sollen starke Regenfälle dabei sein. Höchsttemperaturen liegen zwischen minus ein und plus drei Grad. Anfangs schneie es, später komme es zu gefrierendem Regen. Dabei bestehe eine erhöhte Glatteisgefahr.

Hat das Auswirkungen auf den Unterricht?

Das Wetter könnte vor allem für die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wichtig werden. Denn am Montag ist der erste Tag nach den Winterferien in Hessen. Aber das Ministerium beruhigt: "Derzeit werden für Hessen Anfang der Woche keine extremen Witterungsverhältnisse gemeldet", teilte das hessische Bildungsministerium auf Anfrage mit. "Deshalb ist bisher von einem normalen Schulstart nach den Ferien auszugehen."

Sollte sich das in einzelnen Regionen des Landes durch erhebliche Eisglätte oder einen Schneeeinbruch ändern, würden Erziehungsberechtigte am Morgen entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar und sicher sei. Volljährige entscheiden demnach selbst. "Im Fall des Fernbleibens muss die Schule auf den üblichen Kommunikationswegen informiert werden", hieß es. "Die Eltern sollten sich daher ständig über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse informieren und dann abwägend entscheiden."

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