99.000 Tonnen russisches Öl vor Rügen und stürmisches Winterwetter: Der Tanker "Eventin" stellt laut Umweltminister Till Backhaus (SPD), aber keine akute Gefahr dar.
Auch angesichts stürmischen Winterwetters und Hochwassers stellt der vor Rügen liegende Öltanker "Eventin" nach Aussage von Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) keine außerordentliche Bedrohung dar. "Nach Einschätzung des Bundes und auch nach unserer Auffassung gehen von dem Schiff keine über das Maß der regulären Tankschifffahrt hinausgehenden Gefahren aus", teilte der Minister mit.
"Zudem wurden Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Zuständigkeit für alle rechtlichen und operativen Entscheidungen liegt eindeutig beim Bund."
Dem Ministerium wurde nach eigenen Angaben vom Havariekommando mitgeteilt, dass nun in Sassnitz ein Schlepper bereitstünde, ausschließlich für mögliche Einsätze im Zusammenhang mit der "Eventin".
Mit 99.000 Tonnen russischen Öl an Bord waren vor ziemlich genau einem Jahr, in der Nacht zum 10. Januar 2025, alle Systeme der "Eventin" ausgefallen. Das Schiff konnte gesichert werden und liegt seitdem auch wegen juristischen Streits weiter vor Rügen.
Backhaus: Nehmen Sorgen ernst
"Natürlich nehmen wir die Sorgen der Menschen an der Küste sehr ernst – gerade mit Blick auf Herbst- und Winterstürme", versichert Backhaus. Gleichzeitig müsse man sich an die Zuständigkeiten halten und mit den Informationen arbeiten, die der Bund zur Verfügung stelle.
Backhaus erwartet angesichts der Wetter- und Wasserstandesprognose hohen Seegang. "Die höchsten Wellen erwarte ich an der Ostküste von Rügen. Dort wird die signifikante Wellenhöhe über 2,50 m hoch sein." Auch während der Sicherungsaktion vor einem Jahr herrschte ein vergleichbarer Wellengang.
