Viele Landwirte befürchten Nachteile, sollte das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen beschlossen werden. Ihren Unmut trugen einige Bauern in MV nun auf die Straße.
Landwirte haben in Mecklenburg-Vorpommern an mehreren Autobahn-Anschlussstellen gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur-Verbund protestiert. Versammlungen waren an insgesamt 32 Auffahrten der Autobahnen A11, A14, A19, A20 und A24 geplant, wobei an einigen Treffpunkten laut Polizei die Aktion nicht stattfand.
Zu Verkehrsbehinderungen kam es nach Angaben der beiden Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg zunächst nicht. Die Lage sei überschaubar und die Auflagen der Behörden würden eingehalten, hieß es. Demnach dürfen Autobahnauffahrten nicht blockiert werden. An der A19-Auffahrt in Kavelstorf standen elf Traktoren. An manchen Treffpunkten brannten Feuerschalen, an denen sich die Teilnehmer bei frostigen Temperaturen wärmten.
Die Bauern befürchten Nachteile durch das geplante EU-Handelsabkommen mit mehreren südamerikanischen Staaten und lehnen es ab. "Wir haben sehr große Bedenken gegen dieses Abkommen, weil es zusätzliche Ungleichheiten im Wettbewerb schafft", warnte Peter Guhl vom Bundessprecherteam der Freien Bauern. Mit dem Abkommen werde der Weg frei gemacht für Produkte, die den Standards nicht entsprächen, aber zollfrei ins Land kämen.
Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich nicht an der Aktion. Veranstalter ist der Verein Land schafft Verbindung, der von der Gruppe Freie Bauern unterstützt wird. Die Versammlungen sind bis 17.00 Uhr genehmigt.
