Nach dem Brandanschlag auf das Grundstück von Andreas Büttner ermittelt nun die Generalstaatsanwaltschaft. Der Beauftragte gegen Antisemitismus will sich nicht einschüchtern lassen.
Der Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg hat die Ermittlungen zum Brandanschlag auf einem Grundstück des Beauftragten gegen Antisemitismus übernommen. Dabei setzt sie auch auf Zeugenhinweise. Er wird eine Belohnung in Höhe von bis zu 10. 000 Euro ausgesetzt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Nach dem Anschlag steht der Beauftragte zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg, Andreas Büttner, unter erhöhtem Schutz. Es ging auch ein Schreiben mit einer Morddrohung gegen ihn beim Landtag ein.
Büttner will sich nicht einschüchtern lassen. Er sagte der dpa: "Ich werde meinen Job ganz normal weiter machen." Der Anschlag sei zwar ein Schock gewesen, er ziehe sich aber nicht zurück.
Feuer gelegt und rotes Hamas-Symbol angebracht
Auf dem Privatgrundstück Büttners in Templin setzten ein oder mehrere unbekannte Täter am frühen Sonntagmorgen ein Gebäude in Brand. Es stand neben dem Wohnhaus, in dem er mit seiner Familie lebt. Verletzt wurde niemand.
An der Haustür des Wohnhauses war außerdem mit roter Farbe ein Dreieck angebracht. Laut Generalstaatsanwaltschaft entsprach es dem Zeichen, das die palästinensische Terrororganisation Hamas nutzt.
Die Generalstaatsanwaltschaft spricht von einem Anschlag und teilte mit, sie habe die Ermittlungen "im Hinblick auf das offenkundig politisch motivierte Tatgeschehen sowie die besondere Stellung des Geschädigten" übernommen. Das Verfahren werde von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Hasskriminalität weiter bearbeitet - in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt.
Schutzmaßnahmen erhöht
Büttner sagte der dpa, er gehe davon aus, dass die Tat gezielt geplant und vorbereitet worden sei. Auf seinem Grundstück gebe es nun einen Objektschutz rund um die Uhr. Es werde auch geprüft, ob weitere Schutzmaßnahmen folgen sollen.
In dem Drohbrief gegen Büttner, der beim Landtag in Potsdam einging, stand laut Landtagsverwaltung "Wir töten dich". Auch ein gezeichnetes Dreieck war zu sehen. Eine Substanz, die sich darin befand, stellte sich als ungefährlich heraus. Bereits 2024 hatte es einen Vorfall gegeben: Unbekannte ritzten damals Hakenkreuze auf Büttners Privatauto.
