1,2 Millionen Euro verloren: Wie eine 67-Jährige auf täuschend echte Fake-Investments hereinfiel – und warum Chat-Gruppen im Netz zur Falle werden können.
Weil sie betrügerischen Anbietern von digitalen Fake-Investments auf den Leim ging, hat eine Bochumerin insgesamt 1,2 Millionen Euro verloren. Die Polizei warnt Verbraucher aus Anlass dieses Falles in einer Mitteilung ausdrücklich vor sogenanntem Cyber-Trading-Betrug.
Die 67-Jährige war den Angaben zufolge im vergangenen September über Online-Werbung in die Gruppe eines Messenger-Dienstes geraten, in der es angeblich um Anlagetipps für Aktien und Fonds ging. Mittels gefälschter und täuschend echt aussehender Banking-Apps und Webseiten erschlichen sich die Betrüger das Vertrauen der Frau. Im Glauben, ein Investment zu tätigen, überwies die Frau dann viel Geld auf die Konten der Täter. Erst Anfang dieses Jahres habe sie realisiert, dass sie betrogen worden war.
Polizei warnt: Skeptisch sein bei Anlage-Chat-Gruppen
Cyber-Trading-Betrug werde immer häufiger, warnt die Polizei. Die Täter nutzen demnach ausgefeilte Methoden, um die Menschen zu täuschen. In jüngster Zeit lasse sich beobachten, dass Opfer vermehrt über Messengerdienste in Chat-Gruppen eingeladen oder ungefragt hinzugefügt werden, die angeblich dem Austausch über Anlagechancen dienten. Dies seien aber meist reine Betrugsplattformen. "Hier ist es ratsam, diese Gruppen sofort zu verlassen", so die Polizei. "Bleiben Sie wachsam und schützen Sie ihr Vermögen!"
