Ungewöhnlich ausgiebiger Schneefall und Temperaturen unter Null haben in Frankreich am Mittwoch erneut den Verkehr beeinträchtigt. Am Vormittag fielen an den Pariser Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle (CDG) und Orly etwa 140 Flüge aus, weil die Start- und Landebahnen erst geräumt und die Flugzeuge enteist werden mussten. In mehreren Gegenden fielen die Schulbusse aus.
In Paris fuhren am Vormittag keine Busse. Die Nahverkehrsgesellschaft RATP rief dazu auf, wenn möglich im Home Office zu bleiben. Im Berufsverkehr bildeten sich insgesamt 600 Kilometer Staus im Großraum Paris.
In Online-Medien verbreiteten sich zahlreiche Fotos und Videos von schneebedeckten Pariser Monumenten - ein seltener Anblick in den vergangenen Jahren.
In 38 von 101 Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Nach Angaben des Wetterdienstes fielen im Norden und Westen des Landes zwischen drei und sieben Zentimeter Schnee, in den nordfranzösischen Ardennen waren es bis zu 15 Zentimeter. Am Dienstag waren im westfranzösischen Département Charente-Maritime an einzelnen Orten bis zu 30 Zentimeter Schnee gefallen - was für diese Gegend außergewöhnlich viel ist.
Die Temperaturen erreichten in den vergangenen beiden Tagen Tiefstwerte von bis zu 22 Grand Minus im ostfranzösischen Mouthe. Landesweit lag die niedrigste Durchschnittstemperatur bei Minus vier Grad. Dies war seit Angaben des Wetterdienstes seit 2012 nicht mehr vorgekommen.
Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen in den vergangenen Tagen in Frankreich fünf Menschen ums Leben.
