Rentierwanderung im Nahetal, Snowtubing im Westerwald oder Eisdisco über den Dächern von Mainz: Rheinland-Pfalz überrascht mit ungewöhnlichen Wintererlebnissen für Groß und Klein.
Wandern mit Rentieren, Reifenrodeln, Stockschießen - auch abseits von Ski- und Rodelpisten hat Rheinland-Pfalz in der kalten Jahreszeit viele Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten zu bieten. Mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und etwas Schnee in der Luft und auf dem Boden sind die Bedingungen nicht nur fürs Skifahren, Langlaufen und Rodeln derzeit gut - und auch die "Helfer des Weihnachtsmanns" laden zu Touren ein. Zudem locken Eisbahnen zum Schlittschuhlaufen.
Hofgut Laubenheimer Höhe in Mainz
Die höchste Eisbahn im Rhein-Main-Gebiet befindet sich laut Eigenaussage im Mainzer Stadtteil Laubenheim. Zum vierzehnten Mal bietet die Winterwelt im "Hofgut Laubenheimer Höhe" verschiedene Sportarten und winterliches Ambiente in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Auf rund 500 Quadratmetern ist das Eislaufen außer Montags täglich möglich, so das Hofgut. Zusätzlich sei samstags Disco auf der Eisbahn angesagt - mit aktuellen Après-Ski-Hits.
Auch für weniger eislaufaffine Menschen wird auf dem Hofgut etwas geboten: Der gesellige Wintersport Eisstockschießen lässt sich in Laubenheim ausprobieren. Das Prinzip ist laut Hofgut einfach. "In zwei Mannschaften unterteilt, gilt es, den eigenen Eisstock so nah wie möglich an die „Daube“ zu schießen." Der Untergrund und die zahlreichen Eisstöcke der gegnerischen Mannschaft seien dabei jedoch ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Snowtube am Salzburger Kopf im Westerwald
Rund 15 Zentimeter Schnee lagen am Dienstagmorgen laut Deutschem Wetterdienst im Westerwald. Genug zum Skifahren, am Salzburger Kopf im Westerwaldkreis lässt sich jedoch auch ein neuer Trend aus den USA ausprobieren: Snowtube. Beim "Snowtubing" oder auch Reifenrodeln wird mit speziellen luftgefüllten Reifen eine extra dafür präparierte Piste hinuntergerutscht, erklärt der Wintersportverein Salzburger Kopf auf der Homepage.
Über ein Liftsystem werden die Reifen auf den Berg befördert, oben ausgeklinkt und in die Bahn befördert. Unter der Woche ist der Fahrspaß von 15.00 bis 20.00 Uhr möglich, an den Wochenenden schon ab 11.00 Uhr. Für 1,50 Euro pro Einzelfahrt lässt sich der Trend ausprobieren.
Rentierwanderungen im Nahetal
Nahetal statt Nordpol: Seit 2012 betreibt Sonja Persch-Jost gemeinsam mit ihrem Mann in Niederhausen im Landkreis Bad Kreuznach eine Rentieralm. Gemeinsam mit den Tieren bietet Persch-Jost geführte Touren durch das Nahetal an. Eine der Besonderheiten dabei: "Jedes Rentier sucht sich mit feinem Gespür seinen passenden Menschen", heißt es auf der Homepage. Auf der etwa zwei- bis zweieinhalbstündigen Tour lernt man neben dem idyllischen Nahetal auch die "faszinierenden Helfer des Weihnachtsmanns" kennen.
Gewandert wird vor allem an den Wochenenden, im Vorfeld ist jedoch eine Buchung erforderlich. Für eine Wanderung zum Jahresbeginn heißt es jetzt aber schnell sein: Im Januar sind nur noch einige Plätze an ausgewählten Tagen verfügbar.
Lichter in der dunklen Jahreszeit
An verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz sorgt festliche Beleuchtung für Lichtblicke in der dunklen Jahreszeit, so unter anderem in Bad Neuenahr-Ahrweiler oder in Waldbreitbach im Landkreis Neuwied. Dort verwandelt sich seit mehr als 30 Jahren ein ganzes Dorf in ein weihnachtliches Lichtermeer: Das "Weihnachtsdorf Waldbreitbach" ist in noch bis zum 25. Januar geöffnet. Eines der Highlights ist der "Stern von Bethlehem", ein Wanderweg der mit 3.500 Glühbirnen und mehr als 30 Krippen bestückt ist. Alle Attraktionen im Weihnachtsdorf können täglich besucht werden und sind von 15.00 bis 21.00 Uhr beleuchtet.
Und wer nach der Weihnachtsmarkthochsaison im Dezember noch nicht genug von Glühwein, gebrannten Mandeln und Co hat, kommt am Wochenende noch in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf seine Kosten. Seit dem 5. Dezember schmücken an den Wochenenden beleuchtete Weidengeflechte den Kurpark. Dazu gibt es Glühwein, Essen, Eislaufen und ein kulturelles Angebot: Am Samstag wird neben einer Feuershow auch Seifenblasenkunst dargeboten.
Winterwanderungen im ganzen Land
Im ganzen Bundesland gibt es Wanderrouten, die sich insbesondere bei Schnee und winterlichen Temperaturen für einen Ausflug eignen. Dazu zählt laut der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH unter anderem die "Traumschleife Frau Holle" im Hunsrück. Die Felsformation "Frau Holle" habe dem Wanderweg seinen Namen gegeben. Im unteren Teil des Felsgebildes seien nach germanischem Volksglauben die Augen von Frau Holle zu sehen. Die Wanderstrecke im Landkreis Trier-Saarburg bietet Ausblicke in die "abwechslungsreiche Landschaft des Schwarzwälder Hochwaldes".
