200 Flüchtlinge sind aus dem vom Stromausfall betroffenen Südwesten der Hauptstadt in den früheren Flughafen Tegel verlegt worden. Wie Berlin in nur zwei Stunden eine Notunterkunft eröffnete.
Wegen des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten sind rund 200 Flüchtlinge von dort in eine andere Unterkunft am früheren Flughafen Tegel gebracht worden. Darunter sind auch pflegebedürftige Menschen und zehn Personen mit einem hohen medizinischen Betreuungsbedarf, wie Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) mitteilte. Letztere sind zum Beispiel an Beatmungsgeräte angeschlossen.
"Der Betreiber, der Sicherheitsdienst und ein Catering-Anbieter haben am Samstag in Tegel in Terminal C innerhalb von zwei Stunden den Betrieb hochgefahren, der eigentlich erst zum 6. Januar 2026 starten sollte", erklärte Kiziltepe. "Alles hat reibungslos geklappt, die Lage vor Ort ist ruhig."
In Tegel war im Dezember die einstige große Notunterkunft geschlossen worden, die vor allem aus Leichtbauhallen bestand und wegen prekärer Lebensbedingungen viel Kritik auf sich zog. Nun soll dort ein neues Ankunftszentrum nach EU-Standard mit Platz für 2.600 Geflüchtete entstehen. Hinzu kommen 500 neue Plätze in einer temporären Notunterkunft im Terminal C, von denen nun schon 200 belegt sind.
