Wenn es drauf ankommt, ist auf Laura Nolte Verlass. Mit einem starken zweiten Lauf holt sich die Bobpilotin auch im Zweierbob den Sieg auf ihrer Heimbahn. Auch wenn Lisa Buckwitz immer stärker wird.
Laura Nolte ist mit zwei Weltcupsiegen ins Olympia-Jahr gestartet. Auf ihrer Heimbahn in Winterberg raste sie mit einem furiosen Finallauf im Zweierbob oben aufs Treppchen, nachdem sie 24 Stunden vorher auch im Monobob gewonnen hatte. Mit Anschieberin Deborah Levi legte die Zweierbob-Olympiasiegerin von Peking zwei Startbestzeiten hin und fing im zweiten Durchgang mit einem sauberen Lauf die nach Durchgang eins in Führung liegende Lisa Buckwitz, die mit Kira Lipperheide fuhr, noch mit 16 Hundertstelsekunden Vorsprung ab.
"Wir wussten nach dem ersten Lauf, dass wir noch gewinnen können. Wir wollten unbedingt vor unserer Familie und unseren Freunden hier gewinnen", sagte Nolte, die mit ihrem vierten Sieg im fünften Rennen die Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Auch im Monobob führt sie die Gesamtwertung mit zwei Saisonsiegen an.
Kim Kalicki musste im zweiten Lauf die Anschieberin wechseln, da sich Talea Prepens am Beuger verletzte. Für sie sprang dann Leonie Fiebig ein. Mit Platz drei sorgte das Duo für den insgesamt zweiten deutschen Dreifacherfolg in dieser Saison.
Buckwitz immer stärker
Lisa Buckwitz, 2018 in Pyeongchang Olympiasiegerin als Anschieberin von Mariama Jamanka, kommt im Zweierbob immer besser in Fahrt. "Nach dem holprigen Start in die Saison ist es für den Kopf wichtig, dass ich weiß, es funktioniert. Ich muss halt noch ein bisschen mehr an mich glauben", sagte Buckwitz und reiste unmittelbar nach dem Rennen in Richtung St. Moritz zum nächsten Weltcup, wo parallel auch die Europameisterschaft ausgefahren wird.
