Winter im Norden: Wintereinbruch im Norden: Schnee, Glätte und Rodelspaß

Published 2 days ago
Source: stern.de
Winter im Norden: Wintereinbruch im Norden: Schnee, Glätte und Rodelspaß

Schnee, Frost und glatte Straßen prägen das Wochenende in Norddeutschland. Während Winterdienste im Dauereinsatz sind, genießen viele Menschen den Winter beim Rodeln und Spazierengehen.

Der Winter hat Hamburg und Schleswig-Holstein fest im Griff: Schnee, Frost, Glätte und teils stürmischer Wind haben am Sonnabend das Leben in der Region geprägt. Es gab etliche Einsätze für Winterdienste, Verkehrsbehinderungen und Unfälle. Viele Menschen nutzten den Schnee für Spaziergänge, Kinder trafen sich zum Rodeln.

Eine kalte polare Luftmasse sorgt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) weiterhin für winterliche Bedingungen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Besonders Hamburg und der Süden Schleswig-Holsteins sind von Schnee, Frost und Glätte betroffen. Die Temperaturen liegen tagsüber um den Gefrierpunkt, nachts sinken sie im Binnenland auf bis zu minus sieben Grad.

"Hamburg hat sozusagen einen Vorsprung vor Schleswig-Holstein, was die Schneemassen angeht – und das wird erst einmal so bleiben", sagte DWD-Meteorologe Leonard Benedikt der Deutschen Presse-Agentur. In Schleswig-Holstein treffe es vor allem den Süden, während es weiter nördlich ruhiger bleibe. Glätte sei dort besonders in Küstennähe ein Thema. 

Länger anhaltender Frost sei inzwischen eher ungewöhnlich, betonte Benedikt. Er rief insbesondere jüngere Autofahrer sowie ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen zu besonderer Vorsicht auf. Schnee und Frost könnten mindestens bis zur Wochenmitte anhalten.

Winterdienst im Dauereinsatz

In Hamburg war der Winterdienst der Stadtreinigung im Volleinsatz. Nach Angaben der Stadtreinigung waren am Morgen 728 Kräfte und rund 360 Fahrzeuge unterwegs, um Straßen, Busbuchten, Zebrastreifen und wichtige Radwege zu räumen und zu streuen. Wegen überfrierender Nässe und anhaltenden Schneefalls seien teils mehrere Räumdurchgänge nötig gewesen. 

Auch in den kommenden Nächten bleiben die Kräfte in voller Einsatzbereitschaft. Der Winterdienst ist laut Sprecher Kay Goetze von der Hamburger Stadtreinigung auf alles vorbereitet.

Glätte sorgt für Unfälle und Sperrungen

Trotz der intensiven Räumarbeiten kam es zu zahlreichen Glätteunfällen, überwiegend mit Blechschäden. "Für die Menge an Schnee haben wir sogar noch mehr Unfälle erwartet", sagt Stefan Beckmann von der Verkehrsleitzentrale Hamburg. Nach Angaben der Leitzentrale drehten sich mehrere Lastwagen, Autos blieben an Steigungen hängen.

Am Vormittag sorgte zudem ein liegengebliebener Pkw auf der A1 in Richtung Süden für Rückstaus. Bereits am Freitag waren die A7 bei Henstedt-Ulzburg und die A23 zwischen Pinneberg-Süd und Halstenbek/Rellingen wegen extremer Glätte zeitweise voll gesperrt worden.

In Klein Nordende im Kreis Pinneberg rutschte am frühen Morgen ein Linienbus auf glatter Fahrbahn in einen Graben. Der Fahrer und drei Fahrgäste blieben unverletzt. Für die Bergung wurde die Bundesstraße 431 voll gesperrt. Infolge der Glätte stellte der HVV den Busverkehr in Teilen des Kreises Pinneberg zeitweise ein.

Schnee bringt auch Winterfreude

Neben den Einschränkungen brachte der Wintereinbruch aber auch Freude: In Hamburg nutzten viele Menschen die Schneedecke für Freizeitaktivitäten. Besonders im Jenischpark waren zahlreiche Familien und Kinder mit Schlitten unterwegs, auch Spaziergänger zog es in die verschneiten Parks und Grünanlagen.

Polizei und Wetterdienste mahnten dennoch zur Vorsicht. Die Glättegefahr bleibe hoch, Verkehrsteilnehmer sollten ihr Verhalten den winterlichen Bedingungen anpassen und unnötige Wege vermeiden.

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