Stromausfall: Betreiber: 50.000 Haushalte von Stromausfall betroffen

Published 12 hours ago
Source: stern.de
Stromausfall: Betreiber: 50.000 Haushalte von Stromausfall betroffen

Bei kaltem Wetter und Schneefall sitzen Zehntausende im Südwesten Berlins ohne Elektrizität da. Ursache ist ein Feuer. Aber was steckt dahinter?

Ein großflächiger Stromausfall im Südwesten Berlins trifft nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe. Die Zahlen nannte Unternehmenssprecher Henrik Beuster der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Wann genau der Strom wieder fließt, ist noch unklar", sagte der Sprecher. Die Versorgung werde schrittweise wieder hergestellt.

Betroffen seien die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Ursache sei der Brand einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, der mehrere Kabel zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde beschädigt habe. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. Die Brandursache sei noch unklar, sagte der Sprecher. Polizei und Feuerwehr seien vor Ort.

Ein Feuerwehrsprecher sagte, die Einsatzkräfte seien gegen 6.12 Uhr alarmiert worden. Betroffen seien auch mehrere Einrichtungen, denen jetzt geholfen werde, darunter mindestens ein Pflegeheim. Gebraucht werde die Feuerwehr unter anderem, wenn Aufzüge stecken geblieben seien. Die Einsatzkräfte seien dabei, sich einen genauen Überblick zu verschaffen.

Ähnliche Dimension wie im September

Von der Dimension ist der Stromausfall nach seinen Worten vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber Stromnetz Berlin von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. 

Diesmal gab es von der Polizei zunächst keine Informationen über mögliche Ursachen. Ein Polizeisprecher ist unterwegs zur Brandstelle. Die Polizei wies in sozialen Netzwerken darauf hin, dass durch den Stromausfall auch Mobil- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein könnten. Einsatzkräfte seien vor Ort.

Bewohner sollen wachsam bleiben

In dringenden Fällen sollten Menschen die Polizisten direkt ansprechen oder auf die nächste Wache oder Feuerwache gehen. "Bleiben Sie aufmerksam, helfen Sie gegebenenfalls Nachbarinnen beziehungsweise Nachbarn und wählen Sie den direkten Weg zur nächsten Wache, falls ein Notruf nicht möglich ist", hieß es in einem Post auf X.

Stromnetz Berlin hatte auf seiner Webseite zunächst nur die betroffenen Straßenzüge Bürgipfad, Lichterfelder Ring, Silzer Weg und Umgebung genannt und erklärt, die Störung werde voraussichtlich gegen 18.30 Uhr behoben sein. Eine feste Zeit wollte Sprecher Beuster nun nicht mehr nennen.

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