Die Zahl der Einbürgerungen in Berlin hat sich innerhalb von zwei Jahren mehr als vervierfacht. Warum der Trend 2026 voraussichtlich nicht anhält, erklärt das Landesamt für Einwanderung.
Die Zahl der Einbürgerungen in Berlin ist im vergangenen Jahr nach oben geschnellt. Für 2026 sei aber nicht damit zu rechnen, dass sich dieser Trend fortsetze, sagte der Direktor des Landesamts für Einwanderung (LEA), Engelhard Mazanke, auf dpa-Anfrage. Von Anfang Januar bis Mitte Dezember hat die Berliner Behörde 37.877 Menschen eingebürgert. "Ich gehe davon aus, dass sich die Zahlen auf diesem Niveau stabilisieren werden." Zuvor hatte der "Tagesspiegel" über das Thema berichtet.
Mazanke hatte im Januar 2024 gesagt, er halte 40.000 Einbürgerungen für realistisch. Dieser Wert wurde bis zum Jahresende voraussichtlich nicht ganz erreicht. Die Daten für ganz 2025 liegen zwar noch nicht vor. Mazanke geht aber von einer Größenordnung zwischen 39.000 und 39.500 aus. Das wären immerhin fast doppelt so viele wie im Jahr davor mit 21.811.
Seit Januar 2024 ist das Landesamt für Einbürgerungen zuständig, zuvor waren es die Bezirke. Seitdem sind die Zahlen deutlich gestiegen. Davor bewegten sie sich jährlich nur im vierstelligen Bereich. 2023 waren es gut 9.000. Innerhalb von zwei Jahren habe sich die Zahl damit mehr als vervierfacht, sagte Mazanke.
