Nach dem schweren Brand in Crans-Montana werden drei Verletzte in Stuttgart und Tübingen behandelt. Die Kliniken setzen auf spezialisierte Versorgung und halten sich mit Details zurück.
Drei der zahlreichen Brandopfer aus dem Schweizer Skiort Crans-Montana werden im Nachbarland Baden-Württemberg behandelt - Ein Mensch liegt in Stuttgart, zwei Menschen wurden in Tübingen untergebracht.
Ein Opfer kam in eine Stuttgarter Fachklinik. "Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird", sagte eine Kliniksprecherin. Weitere Auskünfte wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.
Das Marienhospital ist seit 1983 ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in Baden-Württemberg. Als schwerbrandverletzter Patient wird man laut der Homepage anfangs auf der operativen Intensivstation in klimatisierten Spezialräumen behandelt.
Auch die BG Klinik Tübingen ist in die medizinische Versorgung der Verletzten eingebunden. "Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwer verletzte Personen wurden zur Behandlung in unsere Klinik aufgenommen", sagte eine Sprecherin.
Die BG Klinik Tübingen sei auf die Versorgung einer großen Anzahl von schwer verletzten Personen, die zeitgleich die Klinik erreichen, vorbereitet und halte für diesen Fall jederzeit umfassende Ressourcen bereit. "Aus Gründen des Datenschutzes und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen werden wir keine Angaben zum Gesundheitszustand einzelner Personen machen", sagte die Sprecherin weiter.
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in einer Bar mit Hunderten zumeist jungen Feierenden etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden. Die meisten Schwerletzten sind zwischen 16 und 26 Jahren.
