Binnen weniger Tage steht in Berlin erneut ein Kältebus in Flammen. Diesmal können Zeugen einen Tatverdächtigen ausmachen. Hat der Mann auch was mit den anderen Taten zu tun?
Erneut hat in Berlin ein Kältebus gebrannt. Ein 43-jähriger Mann stehe im Verdacht, den Brand verursacht zu haben, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Mann war nach Ausbruch des Brandes von Sicherheitsmitarbeitern des Vereins festgehalten worden. Die Sicherheitsmitarbeiter hatten auch den Brand "an dem durch die Flammen bereits stark beschädigten Wagen" gelöscht.
Eine Atemalkoholmessung bei dem Tatverdächtigen ergab laut Polizei einen Wert von circa 1,6 Promille. Er soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden - eine Untersuchungshaft steht im Raum. Inwieweit diese Tat mit einer ähnlichen Brandstiftung an einem Kältebus am 28. Dezember im Zusammenhang stehen könnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Bereits vor etwa einer Woche brannten in Berlin Kältebusse. Ein Bus der Stadtmission der Evangelischen Kirche war in der Nacht zum Sonntag komplett ausgebrannt, ein zweiter wurde durch den Brand so beschädigt, dass er zurzeit nicht eingesetzt werden kann. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Die Busse fallen seitdem aus.
Kältebusfahrten sind abgesichert
Das Hilfsangebot für Obdachlose auf der Straße war durch Improvisation und viel Hilfsbereitschaft aufrechterhalten worden. Auch erste Geldspenden seien bereits angekommen, eine konkrete Summe lasse sich aber noch nicht nennen, erklärte die Sprecherin "Die Kältebusfahrten sind abgesichert, und wir sind total dankbar."
Die Kältebusse sind unter anderem im Einsatz, um obdachlose Menschen in kalten Winternächten in Notunterkünfte zu bringen. Die ehrenamtlichen Helfer, die mit den Bussen nachts unterwegs sind, bringen ihnen aber auch Schlafsäcke, heißen Tee oder Suppe.
