Seltene Arten, Millionen Zugvögel, Weltnaturerbe-Status: Für Niedersachsens Umweltminister ist das Wattenmeer ein Schatz von internationaler Bedeutung, der zunehmend unter Druck gerät.
Niedersachsen feiert den 40. Geburtstag des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Die Verordnung zur Einrichtung des ersten und größten Nationalparks des Landes trat am 1. Januar 1986 in Kraft, wie das Umweltministerium mitteilte. "Das Wattenmeer ist ein Schatz von internationaler Bedeutung", sagte Minister Christian Meyer (Grüne).
Der Nationalpark schütze eine einzigartige Landschaft und den Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sowie für Millionen Zugvögel, sagte Meyer. Zugleich stehe das Wattenmeer unter wachsendem Druck – durch die Folgen des Klimawandels, den steigenden Meeresspiegel, Umweltverschmutzung, zunehmenden Schiffsverkehr und die geplante Gasförderungen am Rand des Schutzgebiets.
Festveranstaltung und Geburtstagsfeiern geplant
Die großflächige Unterschutzstellung des Wattenmeers habe den Weg für die spätere Anerkennung des dänisch-deutsch-niederländischen Wattenmeers als Unesco-Weltnaturerbe geebnet. Vor 40 Jahren sei die Gründung des Nationalparks umstritten gewesen, heute werde er jedoch breit akzeptiert, sagte Meyer.
Am 6. Februar ist eine offizielle Festveranstaltung in Wilhelmshaven mit Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Minister Meyer geplant. Zudem sollen am ersten Juli-Wochenende öffentliche Geburtstagsfeiern von den 18 Nationalpark-Informationseinrichtungen am Wattenmeer veranstaltet werden.
