Trotz vorsichtiger Entspannung in der Grönland-Frage – das Thema lässt Donald Trump und das Weiße Haus nicht los, wie ein Post bei X zeigt. Der hat aber einen kleinen Fehler.
Einmütig stapfen sie durch die verschneite Landschaft – ein Pinguin und US-Präsident Trump. Hinten am Horizont: schroffe Berge. Eine Flagge im Gestein zeigt uns: Ihr Ziel ist Grönland. "Embrace the penguin." (etwa: "Sei wie ein Pinguin.") überschreibt das Weiße Haus seinen Post mit dem offenkundig KI-generierten Bild auf der Plattform X.
Die womögliche Botschaft: Auch nach der angekündigten Einigung in der Gröndland-Frage ist das Thema für Trump noch nicht erledigt. Er gehört nach Grönland – genau wie der Pinguin.
Moment mal ... Ist das Bild nicht reichlich schief? Doch, es hat einen kräftigen Makel. Bis auf eine Ausnahme (Galápagos-Insel) sind Pinguine ausschließlich auf der Südhalbkugel der Erde zu Hause. Das Weiße Haus hat mit seinem Bild also ordentlich danebengegriffen und jede Menge Spott auf sich gezogen.
Donald Trump zieht mit Pinguin-Bild Spott auf sich
Unter dem Post bei X finden sich etliche Lacher und Richtigstellungen, aber auch in der Politik ruft der tierische Fehlgriff des Weißen Hauses Reaktionen hervor.
So kommentierte Rasmus Jarlov, der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im dänischen Parlament: "Die Botschaft des Weißen Hauses ist eindeutig:
Trump gehört nach Grönland genauso wenig wie Pinguine."
Der US-Präsident hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Besitzansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende, aber weitgehend autonome Grönland angemeldet und damit die NAto-Partner brüskiert. Er brauch die größte Insel der Welt aus Sicherheitsinteressen, hieß es immer. Es standen sogar Befürchtungen im Raum, die US-Armee könnte Grönland gewaltsam annektieren. In dieser Woche erklärte Trump dann nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Weltwirschaftsforums in Davos, es gebe Grundzüge einer Übereinkunft zum künftigen Umgang mit Grönland – Details sind weiter unklar (lesen Sie hier mehr dazu), aber eine Annexion scheint vom Tisch.
Quellen: Weißes Haus, Rasmus Jarlov, Nachrichtenagentur DPA
