Fußball-Bundesliga: 27/28 im Olympiastadion: Union verkündet Überschuss

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Fußball-Bundesliga: 27/28 im Olympiastadion: Union verkündet Überschuss

Union musste erstmals seit drei Jahren ohne internationale TV-Gelder auskommen und blieb trotzdem über dem Strich. Mit dem Umzug ins Olympiastadion soll eine Steigerungsphase gestartet werden.

Union Berlin hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Konzernüberschuss von knapp einer halben Million Euro abgeschlossen. Trotz fehlender internationaler TV-Gelder in der ersten Spielzeit der Köpenicker ohne Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb bewertete Union-Präsident Dirk Zingler die 455.000 Euro Überschuss als ein "für uns sehr gutes Ergebnis." 

Angesichts der höchsten Transfereinnahmen konnten die Mindereinnahmen zum größten Teil ausgeglichen werden. Zudem verfüge Union mit 8,073 Millionen Euro über das höchste Eigenkapital in der Vereinsgeschichte.

Der 61 Jahre alte Unternehmer verwies auf den Wettbewerbsnachteil bei den Stadioneinnahmen, den Union Jahr für Jahr ausgleichen müsse. Umso schneller soll die Stadionkapazität von derzeit 22.012 Zuschauern auf zunächst 34.000 Besucher durch den Ausbau der Alten Försterei angehoben werden. Insgesamt peilt Zingler eine Spielstätte an, in die 40.000 Fußball-Anhänger hineinpassen. Am 31. Dezember 2025 waren insgesamt 71.328 Personen Mitglieder von Union.

"Schlaraffenland" Olympiastadion: Wir wollen schnell zurück

In der Saison 2027/2028 soll der Ausbau vollzogen werden, Union wird dann die Heimspiele im Olympiastadion austragen, die Gespräche mit der Olympiastadion GmbH und der Politik laufen. Angesichts höherer Zuschauereinnahmen im 75.000 Personen fassenden Olympiastadion bezeichnet Zingler den Umzug als "Start einer Steigerungsphase. Das ist ein Schlaraffenland – von 20.000 auf 75.000 Zuschauer - wirtschaftlich gesehen."

So wäre – anders als bei privaten Bauten – auch eine Verlängerung im Westend wirtschaftlich kein Fiasko, "aber wir wollen so schnell wie möglich zurück." Bereits in der Champions League-Saison konnte Union in den Gruppenspielen jeweils ein ausverkauftes Olympiastadion vermelden.

Das in der Frauen-Bundesliga antretende Team, das auch seine Spiele in der Alten Försterei austrägt, wird den Umzug ins Westend nicht mitmachen. Bei einem Durchschnittsbesuch von rund 8.000 Fans würde es wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, meinte Zingler: "Da verknappen wir die Kapazitäten lieber für eine Saison."

Geburtstag sprengt Mitgliederversammlung

Zingler wollte die Daten und Zukunftspläne am kommenden Dienstag auf der anberaumten Mitgliederversammlung verkünden, die im Zuge des festlichen Feieraktes zum 60. Geburtstages des Vereins in einem Zelt vor dem Stadion integriert werden sollte. Doch die bisher 5.500 angemeldeten Mitglieder sprengen die Kapazität des Festzeltes, das 4.000 Personen beherbergen kann. 

"Da wir nicht allen Vereinsmitgliedern den Eintritt garantieren können, werden wir die Mitgliederversammlung entkoppeln", sagte Zingler, sodass am 20. Januar nur die feierliche Festveranstaltung auf dem Programm steht, "es wird eine Rückschau und das Feiern der Gegenwart – wir feiern Geburtstag."

Mitgliederversammlung nach dem 16. Mai

Der Einlass startet um 17.30 Uhr, die Veranstaltung, bei der alle Spieler der gewählten "Elf der letzten 60 Jahre" anwesend sein werden, beginnt um 19.00 Uhr. Ein frühes Erscheinen wird mit einem Platz im Zelt belohnt. 

Die Mitgliederversammlung wird dann höchstwahrscheinlich nach dem letzten Saisonspiel am 16. Mai gegen den FC Augsburg stattfinden. "Wahrscheinlich wird die Versammlung dann im Stadion stattfinden. Dann haben 20.000 Mitglieder Platz. Wir gehen davon aus, dass die Kapazität ausreicht." Die höchste Teilnehmerzahl an einer Union-Mitgliederversammlung datiert zum 50. Geburtstag des Vereins. Damals kamen 3.200 Mitglieder im Velodrom zusammen.

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