Preise für Gas, Strom und Heizöl sind laut dem Dienstleister Techem vergangenes Jahr im Gesamtvergleich gesunken. Ein höherer Verbrauch sorge dennoch für mehr Kosten.
Verbraucher in Hamburg müssen sich auf eine höhere Heizkostenabrechnung einstellen. Der Energiedienstleister Techem schätzt, dass wegen eher niedrigen Temperaturen im Herbst und Winter die Heizkosten 2025 in Hamburg zum Vorjahr im Schnitt um 7,8 Prozent gestiegen sind. Das Unternehmen hat Preise und Temperaturdaten untersucht.
"Im Schnitt war es 2025 kälter als 2024, was zu einer Steigerung des Heizenergieverbrauchs führt", teilte das Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt mit. Zwar seien Preise für Gas, Strom und Heizöl im Gesamtvergleich gesunken. Der höhere Verbrauch überkompensiere jedoch die Preisrückgänge.
Die höheren Heizkosten treffen Techem zufolge vor allem Bezieher von Fernwärme, die 12,4 Prozent mehr Geld zahlen müssen. Kosten für Gas fallen 8,9 Prozent höher aus. Strom für strombetriebene Heizungen hat sich um 8,3 Prozent verteuert. Wer dagegen mit Heizöl die Wohnung wärmt, kann sich auf einen moderaten Anstieg um 1,6 Prozent einstellen.
Kostenanstieg in Hamburg leicht niedriger als im Schnitt
Techem hat die Kostenentwicklung in mehr als 50 deutschen Städten, die zu den größten des Landes zählen, untersucht. In Hamburg fällt der Kostenanstieg leicht niedriger als im Schnitt aus. Am schwächsten stiegen die Kosten in Kiel (0,7 Prozent) und am stärksten in Karlsruhe (21 Prozent). Techem erklärt die Unterschiede mit abweichenden Witterungsbedingungen.
Vermieter haben gesetzlich bis Jahresende Zeit, Mietern die Heizkostenabrechnung zu 2025 zu übermitteln. Einen deutlichen Anstieg der Heizkosten erwartet wie Techem auch das Vergleichsportal Verivox.
