Dschungelcamp 2026 : Wie Ariel, die Mehrstunkfrau, Dschungelkönigin werden will

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Dschungelcamp 2026  : Wie Ariel, die Mehrstunkfrau, Dschungelkönigin werden will

Für das Dschungelcamp hat sich Kandidatin Ariel eine clevere Strategie zurechtgelegt. Ob die aufgeht? 

Sie wütet, sie attackiert, sie kreischt. Eigentlich ist Kandidatin Ariel eine der unbekanntesten im diesjährigen Dschungelcamp und doch wird aktuell am meisten über sie geschrieben – dank ihrer cleveren Strategie.

Die Reality-Darstellerin hat ganz genau verstanden, wie das System Dschungelcamp funktioniert: Wer laut ist, findet statt. Dazu muss man wissen: Ariel ist Reality-Profi. Vor dem Dschungel tingelte die 22-Jährige bereits durch Formate wie "Prominent getrennt" oder "Are you the one?". Das Dschungelcamp ist sozusagen ihr Abitur in Trash-TV. Und die mündliche Krawallprüfung hat sie bisher mit Bestnote bestanden. Die Schweizerin mit den weißblond gefärbten Haaren weiß, was sie sagen muss, um zu provozieren und andere zum Ausrasten zu bringen. 

Ihre Strategie folgt dabei dem Prinzip: Konflikt erzeugt Relevanz. Wer streitet, wird gezeigt. Ariel sucht sich gezielt Diskussionsthemen, die garantiert starke Reaktionen hervorrufen. Gleich zu Beginn knöpft sie sich Gil Ofarim vor. 2021 behauptete der Musiker, ein Hotelmitarbeiter in Leipzig habe ihn wegen seiner Davidstern-Kette beleidigt. Erst nach mehr als zwei Jahren sagte Ofarim vor Gericht aus, dass er gelogen hatte. Jeder, der nicht auf einem anderen Stern lebt, bekam den Skandal mit. Also kann sich Ariel sicher sein: Wenn sie ihn zur Rechenschaft zieht, wird sie Pluspunkte bei den Zuschauern sammeln.

Anklägerin Ariel gegen Gil im Dschungelcamp

"Hast du Reue?", fragt sie Ofarim barsch. "Hast du dich entschuldigt bei dem Menschen?" Der erwidert in seiner gewohnt meditativen Art: "Das ist passiert" – und schweigt ansonsten dazu. Er dürfe nichts sagen und habe eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschrieben, sagt er, was nach stern-Informationen korrekt ist. Doch Ariel ist davon überzeugt, dass es sich dabei um eine Ausrede handelt. "G wie gelogen!", sagt die Trash-Rhetorikerin im Dschungeltelefon.

Wenig später folgt die nächste verbale Attacke, dieses Mal auf Eva Benetatou. Bekanntermaßen hatte sie eine Affäre mit dem Expartner von Mitcamperin Samira, während diese schwanger war. Auch hier geht Anklägerin Ariel kein Risiko ein, der Sachverhalt ist bekannt, die Rollen in Gut und Böse längst klar verteilt.

Sie selbst, sagt Ariel, habe sich noch nie in ihrem Leben etwas zuschulden kommen lassen. Eine Aussage, die im Camp ungefähr so lange hält wie Make-up in der Dschungelprüfung. Kandidat Umut erzählt etwas anderes. Angeblich habe Ariel eine Liebesgeschichte im Dschungel mit ihm vortäuschen wollen, sagt er in der Sendung. Ariel streitet das ab, Umut habe das falsch verstanden. Nahe liegt die Idee allerdings schon. Neben Zoff und nackter Haut ist ein Flirt die dritte Garantie für Sendezeit. 

Ariel inszeniert sich als Kämpferin

Zur Abrundung ihres Konzeptes gibt Ariel die klassische, unterschätzte Kämpferin: erst ein bisschen dumm stellen und viel kreischen, dann an den Prüfungen scheitern und noch mehr kreischen – bis sie sich schließlich zusammenreißt, die tapfere Heldin, und abliefert. "Ich habe gekämpft" in die Kamera schluchzen, nicht vergessen.

Ariel kennt den Weg zur Dschungelkrone. Am Ende gewinnt nicht, wer viele Sterne holt, sondern wer Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und sie weiß ganz genau, wie laut sie dafür schreien muss. 

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