Tausende Blutkonserven sind täglich nötig, um Leben zu retten. Eis, Schnee, Ferienzeit und eine Infektwelle haben den Bestand dramatisch sinken lassen, erklärt der DRK-Blutspendedienst.
Wegen Ferienzeit, Winterwetter und Infektwelle sind die Blutkonserven in Baden-Württemberg und Hessen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zufolge nahezu aufgebraucht. Derzeit kämen mehrere ungünstige Umstände zusammen, die die routinierten Spender und Spenderinnen abhielten, teilt der DRK-Blutspendedienst für die beiden Bundesländer mit.
Die aktuelle Versorgungslage sei angespannt und drohe sich weiter zu verschärfen. Bereits mehrere Tage infolge, an denen es nicht genügend Blutspenden gebe, wirkten sich unmittelbar auf die Versorgung aus.
Aktuell reichten die Lagerbestände nur noch knapp zwei Tage - notwendig seien aber vier bis fünf Tage, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten dauerhaft und stabil sicherzustellen.
Eine Stunde pro Spende
"Wir bitten daher all diejenigen, die sich gesund fühlen, dringend in den nächsten Tagen Blut spenden zu gehen", sagt Sprecherin Norah Löhlein. Für eine Vollblutspende benötige man nur etwa eine Stunde Zeit. Jede Spende zähle. Besonders benötigt würden aktuell die Blutgruppen A-, 0- und 0+.
Alleine in Hessen und Baden-Württemberg würden täglich rund 3.000 Blutkonserven benötigt, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft könnten entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen. Der DRK-Blutspendedienst sichert nach eigenen Angaben 85 Prozent der Versorgung mit Blutprodukten in Baden-Württemberg und Hessen ab.
