Neue Ideen gegen schlechte Noten: Die Grünen-Fraktion in Hessen präsentiert einen Zehn-Punkte-Plan. Was fordert sie im Einzelnen?
Unter anderem wegen der unterdurchschnittlichen Leistungen hessischer Schüler in Naturwissenschaften beim jüngsten bundesweiten IQB-Bildungstrend haben die Grünen einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Damit soll die Schul- und Unterrichtsqualität in Hessen verbessert werden, wie die Grünen-Opposition im Wiesbadener Landtag mitteilte.
Konkret forderte sie, dass der Entwicklungsstand aller Kinder schon rund eineinhalb Jahre vor ihrer Einschulung getestet wird. Die für Kinder mit Förderbedarf dann verpflichtenden Sprachvorlaufkurse "müssen um mathematische Grundlagen und motorische Förderung ergänzt werden", hieß es weiter.
Grüne dringen auf datengestützte Schulentwicklung
Im Sinne einer erfolgreichen datengestützten Schulentwicklung wie etwa in Hamburg dringt die Grünen-Fraktion auf die Gründung eines "Hessischen Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung", das Daten erhebt, aufbereitet und im Umgang damit schult.
Besonders in Deutsch und Mathematik müssten Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf mehr unterstützt werden - etwa mit Lerncamps in der dritten Woche der Weihnachtsferien, der sogenannten Hessenwoche, als "neuer Lern- und Förderwoche".
Schulen "mit niedrigem Sozialindex" sollen den Grünen zufolge zu "echten Ganztagsschulen" weiterentwickelt und entsprechend finanziell gefördert werden.
Dem Lehrermangel will die Grünen-Fraktion mit Modellversuchen für duale Lehramtsstudiengänge und Quereinstiegsmaster in Mangelfächern begegnen. Die Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer solle mit mehr Zeit, Praxisanteilen und Schulungen organisiert werden.
