Bei eisigen Temperaturen: Heftiger Sturm legt USA lahm – Hunderttausende Menschen ohne Strom

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Bei eisigen Temperaturen: Heftiger Sturm legt USA lahm – Hunderttausende Menschen ohne Strom

Der Wintereinbruch bringt das öffentliche Leben in vielen Bundesstaaten in den USA durcheinander. Viele von ihnen haben den Notstand ausgerufen. 

Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über große Teile der USA und soll am Sonntag auch New York, Philadelphia und die Hauptstadt Washington entlang der US-Ostküste erfassen. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung kämpft mit den zunehmenden Folgen des extremen Winterwetters – laut Behörden also nahezu 190 Millionen Menschen.

Indes steigt die Zahl der Stromausfälle kontinuierlich: Landesweit waren in den frühen Stunden des Sonntages bereits mehr als 570.000 Haushalte ohne Strom, wie aus Angaben des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen waren Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag begonnen hatte, darunter Texas, Mississippi und Louisiana. 

Minus 35 Grad Celsius in Teilen der USA

Die andauernde extreme Kälte verhindere zunächst, dass Schnee und Eis schmelzen. Gleichzeitig stellten die Behörden am Sonntag möglicherweise "langanhaltende Stromausfälle" in einigen Landesteilen in Aussicht. US-Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der wohl größten Winterstürme der letzten Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um, falls notwendig, deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können. 

Aus dem Ort Crested Butte in Colorado, eine frühere Bergbausiedlung und heute ein beliebter Ort für Wintersport, meldete CNN ganze 58 Zentimeter Schnee. In Teilen Oklahomas seien bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen. Einige nutzen das winterliche Wetter auch, um draußen Spaß zu haben: Der Sender zeigte Bilder von Anwohnern, die sich in Oklahoma trotz eisiger Kälte amüsierten und auf Schlitten einen Hang hinunterrutschten. 

Aus Teilen von New Mexiko meldete CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimetern. Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht hervorgebracht habe. Die Behörden warnten am frühen Sonntag zudem vor "katastrophalen" Eisablagerungen in Mississippi. 

Auch die niedrigen Temperaturen seien bedrohlich: So berichtete der Sender NBC News von gefühlten Temperaturen von minus 35 Grad Celsius in Teilen des Landes. Damit sei es ungewöhnliche kalt, selbst für diese Jahreszeit.

Großstädte an der Ostküste bereiten sich vor

Heftige Schneefälle führen laut Behörden zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen, von denen einige mehrere Tage andauern könnten. Eisanlagerungen erzeugten teilweise "extrem gefährliche" Reisebedingungen. 

Übers Wochenende seien 14.000 Flüge gestrichen worden, berichtet CNN. Außerdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Straßenbedingungen teilweise gesperrt. Der Sender berichtete von mehreren Unfällen, etwa in Kentucky. Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.

In Washington waren die Menschen aufgerufen worden, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys aufzuladen. In New York sollten laut NBC News in allen fünf Bezirken Zentren eröffnet werden, in denen sich Anwohner aufwärmen können.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

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