Infektionen in Österreich nehmen zu: West-Nil-Virus kommt immer näher an Deutschland heran
stern.de
Friday, February 20, 2026

Eine Studie der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass sich das West-Nil-Virus immer weiter in Österreich ausbreitet. Auch in Deutschland könnten in Zukunft Infektionen mit der Tropenkrankheit möglich sein.In Deutschland gab es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bislang noch keine Infektione...
Eine Studie der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass sich das West-Nil-Virus immer weiter in Österreich ausbreitet. Auch in Deutschland könnten in Zukunft Infektionen mit der Tropenkrankheit möglich sein.
In Deutschland gab es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bislang noch keine Infektionen mit dem West-Nil-Fieber, doch die Tropenkrankheit kommt näher. Im Sommer letzten Jahres meldete Italien 350 bestätige Infektionen mit dem West-Nil-Virus, 22 Menschen starben daran.
Nun hat eine Langzeitstudie der Medizinischen Universität Wien gezeigt, dass sich die Tropenkrankheit in den letzten Jahren immer weiter in Österreich ausgebreitet hat. Darüber berichtete unter anderem die "Frankfurter Rundschau". 2024 registrierten die österreichischen Behörden 37 Infektionen, so viele wie nie nach dem ersten Auftreten im Jahr 2009.
West-Nil-Fieber wandert nach Norden
Das West-Nil-Virus wird unter anderem von Mücken der Gattung Culex übertragen. Davon sind rund 16 Arten in Europa heimisch, unter anderem auch die gemeine Stechmücke, die auch in Deutschland vorkommt. Grund für die Ausbreitung der Tropenkrankheit sind mildere Winter und wärmere Sommer, ideale Lebensbedingungen für Culex-Mücken. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass es infolge des Klimawandels zu mehr Infektionen kommen wird. Die Ausbreitung in Österreich zeigt, dass das Virus immer weiter nach Norden wandert. Auch in Deutschland könnten in Zukunft Infektionen mit der Tropenkrankheit möglich sein.
Laut der Studie der Medizinischen Universität Wien war vor allem das nördliche Burgenland im Osten der Alpenrepublik von den Infektionen betroffen. 2024 gab es dort 16 Fälle. Hinzu kamen sieben Infektionen mit dem Usutu-Virus.
Diese Symptome kann das West-Nil-Fieber hervorrufen
Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus Afrika und wurde über Zugvögel nach Europa eingeführt. In 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus ohne Symptome, in 19 Prozent der Fälle kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie etwa Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem Prozent der Fälle können schwere Komplikationen auftreten wie etwa Gehirnhautentzündungen oder Lähmungen. In seltenen Fällen kann eine Infektion tödlich enden, etwa bei älteren Personen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
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