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Menschenrechte: US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot

stern.de

Tuesday, February 17, 2026

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Menschenrechte: US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot
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Er kämpfte mit Martin Luther King für Gleichberechtigung und bewarb sich um die US-Präsidentschaftskandidatur. Mit Jesse Jacksons Tod ist eine der bekanntesten schwarzen Stimmen in den USA verstummt.  Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot. Er sei am Dienstagmorgen friedlich im Kreise seiner...

Er kämpfte mit Martin Luther King für Gleichberechtigung und bewarb sich um die US-Präsidentschaftskandidatur. Mit Jesse Jacksons Tod ist eine der bekanntesten schwarzen Stimmen in den USA verstummt.

  Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot. Er sei am Dienstagmorgen friedlich im Kreise seiner Familie gestorben, teilte die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition in einem Statement unter Berufung auf seine Familie mit. Jackson, der in den 1960er Jahren an der Seite von Martin Luther King für Gleichberechtigung in Amerika kämpfte, wurde 84 Jahre alt.

"Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen", heißt es in dem Statement. "Unser Vater war ein dienender Anführer - nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt."

Über Jahrzehnte hinweg war Jesse Jackson einer der prominentesten Bürgerrechtler in den USA. Weltweite Schlagzeilen machte er mit seinen Bewerbungen um die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei.

Einer der bekanntesten afroamerikanischen Stimmen

Geboren wurde Jackson 1941 in Greenville im südlichen US-Bundesstaat South Carolina als Jesse Louis Burns, später nahm er den Nachnamen seines Stiefvaters Charles Jackson an. Jesse Jackson studierte Theologie in Chicago, als er seine Mitarbeit in der Southern Christian Leadership Conference des legendären Bürgerrechtlers King begann. 

Jackson war mit Martin Luther King in Memphis, als dieser 1968 ermordet wurde. Später gründete er eigene Organisationen, die 1996 in der "Regenbogen"-Koalition aufgingen - eine Initiative, die sich nach eigenem Bekunden "für sozialen Wandel" engagiert.

In den 70ern zählte Jackson für das Magazin "Ebony" zu den hundert einflussreichsten schwarzen Amerikanern. Im darauffolgenden Jahrzehnt wurde der Baptistenpfarrer einer der bekanntesten afroamerikanischen Politiker. Jackson heiratete 1963 seine College-Liebe Jacqueline Lavinia Brown, das Ehepaar hat fünf Kinder. Um Jacksons Gesundheit stand es seit Jahren nicht besonders gut. 2017 teilte er etwa mit, dass er an Parkinson erkrankt sei. Bei der Coronavirus-Pandemie mussten er und seine Ehefrau nach einer Infektion im August 2021 im Krankenhaus behandelt werden.

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