Finanzieren und sparen: Volksbankkunden investieren stärker in Aktien
stern.de
Friday, February 13, 2026

Trotz wirtschaftlicher Flaute: Die Volks- und Raiffeisenbanken blicken positiv auf das vergangene Jahr zurück. Privatkunden investieren stärker in Aktien - und können bald mit Kryptowährungen handeln.Die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr deutlich m...
Trotz wirtschaftlicher Flaute: Die Volks- und Raiffeisenbanken blicken positiv auf das vergangene Jahr zurück. Privatkunden investieren stärker in Aktien - und können bald mit Kryptowährungen handeln.
Die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr deutlich mehr in Aktien und Fonds investiert als in den Vorjahren. So seien die Anlagen in Wertpapiere um 5,9 Prozent auf mehr als 1,42 Milliarden Euro gestiegen, sagte der Sprecher der Bankenarbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken, Heino Oehring, aus dem Harz. Die Anzahl der Depotinhaber sei leicht um 1,4 Prozent auf mehr als 48.900 Kunden gestiegen. Auch das durchschnittliche Depotvolumen sei auf rund 29.100 Euro gestiegen.
Gegenüber anderen Nationen gebe es eine historische Skepsis oder Angst, dass man am Kapitalmarkt Geld verliere, sagte Oehring. Bei einer langfristigen Haltedauer von 18 Jahren oder länger habe die Vergangenheit gezeigt, dass derartige Verluste aber sehr gering und äußerst selten seien.
Banken wollen in den nächsten Monaten auch Krypto anbieten
Passend dazu sei es in den nächsten Monaten auch möglich, dass die Volks- und Raiffeisenbanken im Land den Handel mit Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin, anbieten können, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Halle (Saale), Sascha Gläßer. Die technischen Möglichkeiten dafür würden geschaffen, jede Genossenschaftsbank entscheide individuell über eine Einführung. Das Angebot richte sich an Selbstentscheider und sei nicht Teil der Beratung für Privatkunden. Der Handel mit Kryptowährungen ist äußerst spekulativ.
Generell blicken die Genossenschaftsbanken trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage positiv auf die Entwicklungen im vergangenen Jahr zurück. Einerseits arbeite man eng mit dem Mittelstand zusammen, andererseits zögen sich andere Banken und Mitbewerber immer mehr aus der Fläche zurück. Dadurch gebe es Chancen, Marktanteile zu gewinnen, sagte Gläßer. Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage eher problematisch, "aber wir als Raiffeisenbanken dürfen uns nicht beklagen".
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