USA: Vater und Tochter streiten sich über Trump und Missbrauch – dann erschießt er sie
stern.de
Thursday, February 12, 2026

In den USA kommt nach einem Streit über Politik, Waffen und Missbrauch eine junge Britin um. Warum gegen den mutmaßlichen Täter keine Anklage erhoben wurde.Eine 23-jährige Britin ist im US-Bundesstaat Texas von ihrem Vater erschossen worden. Medienberichten zufolge war es im Haus des Vaters in Pr...
In den USA kommt nach einem Streit über Politik, Waffen und Missbrauch eine junge Britin um. Warum gegen den mutmaßlichen Täter keine Anklage erhoben wurde.
Eine 23-jährige Britin ist im US-Bundesstaat Texas von ihrem Vater erschossen worden. Medienberichten zufolge war es im Haus des Vaters in Prosper nahe Dallas zuvor zu einem heftigen Streit über US-Präsident Donald Trump gekommen.
Die Britin Lucy Harrison war im Januar 2025 gemeinsam mit ihrem Partner in die USA gereist, um ihren Vater zu besuchen. Kris Harrison war Jahre zuvor in die texanische Stadt Prosper nahe Dallas ausgewandert und hatte dort eine neue Familie gegründet. Offenbar war das Verhältnis zwischen Vater und Tochter angespannt. Das berichtete laut BBC ihr Partner Sam Littler bei einer gerichtlichen Untersuchung. Demnach wäre Lucy Harrison oft verärgert gewesen, wenn ihr Vater davon sprach, eine Waffe zu besitzen.
Streit ging offenbar ums Thema Missbrauch
Auch am Morgen des 10. Januar 2025, dem Tag, an dem Lucy Harrison starb, sollen sich Vater und Tochter gestritten haben. Offenbar ging es um das Thema Missbrauch. „Wie würdest du dich fühlen, wenn ich das Mädchen in dieser Situation wäre und sexuell missbraucht worden wäre?“, soll Lucy nach Angaben von Littler ihren Vater gefragt haben. Kris Harrison habe geantwortet, dass er noch zwei weitere Töchter habe, die bei ihm lebten, sodass ihn das nicht so sehr aufregen würde.
Darüber sei Lucy „ziemlich aufgebracht“ gewesen und die Treppe nach oben gerannt, so Littler. Später an diesem Tag – etwa eine halbe Stunde, bevor sie zum Flughafen aufbrechen wollten – sei Lucy in der Küche gewesen, als ihr Vater sie an der Hand genommen und in sein Schlafzimmer im Erdgeschoss geführt habe. Littler sagte, er habe etwa 15 Sekunden später einen lauten Knall gehört und Kris Harrison habe nach seiner Frau geschrien. „Ich erinnere mich, dass ich in das Zimmer gerannt bin und Lucy auf dem Boden in der Nähe des Badezimmereingangs lag und Kris einfach nur schrie, irgendwie unverständlich“, sagt Littler.
Gericht in den USA lehnt Klage gegen Vater ab
Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass Vater Kris Harrison zuvor wegen Alkoholabhängigkeit in einer Entzugsklinik gewesen war. Am Tag der Schießerei soll er einen Rückfall erlitten und etwa einen halben Liter Wein getrunken haben, gab er in einer Erklärung an das Gericht zu.
Eine Grand Jury in Texas folgte offenbar seiner Darstellung und sah von einer Anklage ab. Da das Opfer Britin war, ermittelten britische Behörden parallel. Ein abschließender Untersuchungsbericht soll noch in dieser Woche vorgelegt werden.
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