Falscher „Albärt“ : EM 2024: Fake-Maskottchen soll fast 23.000 Euro Strafe zahlen
stern.de
Thursday, February 12, 2026

Youtuber Marvin Wildhage hat sich bei der EM 2024 in einem gefälschten Maskottchen-Kostüm Zutritt zum Stadion verschafft. Dafür soll er nun eine hohe Strafe zahlen. Eine Aktion aus dem Juni 2024 könnte den Youtuber Marvin Wildhage nun teuer zu stehen kommen. Wildhage hatte sich beim EM-Eröffnungs...
Youtuber Marvin Wildhage hat sich bei der EM 2024 in einem gefälschten Maskottchen-Kostüm Zutritt zum Stadion verschafft. Dafür soll er nun eine hohe Strafe zahlen.
Eine Aktion aus dem Juni 2024 könnte den Youtuber Marvin Wildhage nun teuer zu stehen kommen. Wildhage hatte sich beim EM-Eröffnungsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in München gegen Schottland mit einer gefälschten Akkreditierung und einem falschen Maskottchen-Kostüm von "Albärt" Zugang zum Stadion verschafft.
Hinterher veröffentlichte er ein Video der Aktion, das zeigte, dass er es in der Fake-Aufmachung mit den selbstgemachten Pässen sogar bis an den Spielfeldrand schaffte. Für die Uefa war die Aktion eine Blamage. Erfolglos versuchte die Europäische Fußballunion anschließend, die Veröffentlichung des Videos zu unterbinden. Der stern hatte damals ebenfalls berichtet, hier können Sie die Geschichte nachlesen.

© Christian Charisius
Manche Vorwürfe scheinen fragwürdig
Nun, gut 20 Monate später, hat die Aktion für Wildhage strafrechtliche Konsequenzen. Er hat einen Strafbefehl erhalten, den er bei Youtube öffentlich gemacht hat. In diesem wird eine Geldstrafe von 17.500 Euro angesetzt. Sie setzt sich zusammen aus 70 Tagessätzen zu je 250 Euro. Außerdem soll noch das Geld eingezogen werden, dass er mit der Aktion eingenommen hat, angeblich 5400 Euro. So ergibt sich eine Gesamtsumme von 23.900 Euro
Die Vorwürfe, die gegen Wildhage erhoben werden, lauten unter anderem: Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen. Wie das Rechtsportal “Legal Tribune Online“ einordnet, ist aber zumindest der Erschleichungsvorwurf fragwürdig. Wildhage selbst gibt an, er habe nicht den Ticketpreis sparen, sondern auf Sicherheitslücken aufmerksam machen wollen. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. Nun kommt es zur Hauptverhandlung. Diese ist allerdings noch nicht terminiert.
Die Aktion ist nicht die erste, mit der es Wildhage in die Schlagzeilen schafft. 2025 etwa gab er an mit einer erfundenen Geschichte um den verstorbenen Peter Lustig ein echtes Bundesverdienstkreuz beim Hersteller gekauft zu haben.
Quellen: „LTO“,Marvin Wildhage (Youtube)
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