Stromnetz: Drohende Netzüberlastung: Mitnetz muss Ökostrom oft drosseln
stern.de
Wednesday, February 11, 2026

Damit das Stromnetz nicht schlappmacht, musste Mitnetz 2025 Strom aus Wind und Sonne an 222 Tagen drosseln. Was der Netzbetreiber fordert, damit weniger grüne Energie verloren geht.Wegen eines Überangebots an Strom hat der Netzbetreiber Mitnetz voriges Jahr die Einspeisung von erneuerbaren Energi...
Damit das Stromnetz nicht schlappmacht, musste Mitnetz 2025 Strom aus Wind und Sonne an 222 Tagen drosseln. Was der Netzbetreiber fordert, damit weniger grüne Energie verloren geht.
Wegen eines Überangebots an Strom hat der Netzbetreiber Mitnetz voriges Jahr die Einspeisung von erneuerbaren Energien an 222 Tagen zeitweise gedrosselt. Insgesamt wurde 1.179 Mal eingegriffen, um eine Überlastung der Leitungen zu verhindern, wie das Unternehmen informierte.
Das ist ein Rückgang: 2024 gab es noch 1.277 Eingriffe an 225 Tagen. Das Netzgebiet erstreckt sich auf größere Teile Sachsens, Sachsen-Anhalts und Südbrandenburgs sowie kleinere Regionen in Thüringen.
Solche Eingriffe werden nötig, wenn die Sonne scheint und viel Wind weht und damit mehr Strom produziert als verbraucht wird. Dann müssen Solarparks und Windräder vom Netz genommen werden. Dafür erhalten die Betreiber den Angaben zufolge Ausgleichszahlungen. Insgesamt wurden in dem Gebiet gut 192 Gigawattstunden "abgeregelt", wie es im Jargon der Netzbetreiber heißt.
Forderung: Netzausbau vereinfachen und Batteriespeicher fördern
Die sinkende Zahl der Eingriffe ist laut Mitnetz eine Folge des Netzausbaus. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr 565 Millionen Euro investiert, um die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes zu erhöhen. Um dies weiter zu forcieren, müssten Genehmigungsverfahren zum Netzausbau beschleunigt und vereinfacht werden, forderte Mitnetz-Chef Lutz Eckenroth.
Außerdem sprach er sich für die gezielte Ansiedlung großer Stromverbraucher wie Industrie, Rechenzentren und Ladeparks aus, um den Stromabsatz in der Region dauerhaft zu erhöhen und die Leistung der in der Region installierten Anlagen besser auszuschöpfen. "Zudem sollte der Zubau von Einspeiseanlagen aber auch großen Batteriespeichern vorrangig in Gebieten mit freien Netzkapazitäten gefördert werden."
Tagesübersicht zu Netzeingriffen
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