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Super Bowl: Trump fürchtete Green Day – doch die Band blieb überraschend harmlos

stern.de

Monday, February 9, 2026

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Super Bowl: Trump fürchtete Green Day – doch die Band blieb überraschend harmlos
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Umstritten war die Wahl von Green Day als Eröffnungsact beim Super Bowl gewesen. Für ihre Verhältnisse präsentierte sich die Punkband allerdings ziemlich zahnlos.Mit dem Line-Up beim diesjährigen Super Bowl waren Donald Trump und seine Anhänger alles andere als zufrieden. "Eine schreckliche Wahl"...

Umstritten war die Wahl von Green Day als Eröffnungsact beim Super Bowl gewesen. Für ihre Verhältnisse präsentierte sich die Punkband allerdings ziemlich zahnlos.

Mit dem Line-Up beim diesjährigen Super Bowl waren Donald Trump und seine Anhänger alles andere als zufrieden. "Eine schreckliche Wahl" nannte der US-Präsident den Umstand, dass der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny und die Punkrockband Green Day im Rahmen des NFL-Finales auftreten sollten. Die Musiker würden "Hass säen", behauptete er.

Während Bad Bunny seine Performance in der Halbzeit tatsächlich für eine politische Demonstration nutzte, die Trump entsprechend erneut auf die Palme brachte, waren die Sorgen des Republikaners Green Day betreffend weitgehend unbegründet. Die Band stimmte vor dem Beginn des Football-Spiels die Zuschauer im Levi's Stadium in Santa Clara ein – und blieb dabei für ihre Verhältnisse überraschend zahm.

Green Day beim Super Bowl: Überraschend zurückhaltend

Eigentlich sind Frontmann Billie Joe Armstrong und seine Bandkollegen dafür bekannt, sich in ihren Texten und auf ihren Konzerten politisch klar zu positionieren. Doch beim Super Bowl ließen die Musiker einige Statements offenbar bewusst unter den Tisch fallen.

Green Day eröffnete den Auftritt mit dem Song "Good Riddance (Time Of Your Life)", und leitete dann über in "Holiday" – ein Stück mit klarer politischer Botschaft. Der Song aus dem Jahr 2004 richtete sich damals gegen den amerikanischen Konservativismus, den Präsidenten George W. Bush und seinen Irak-Krieg. Bevor die Band aber zur Zeile "Sieg Heil to the President Gasman", die als deutlichstes Zeichen des Protests gegen die aktuelle Regierung zu verstehen gewesen wäre, kam, spielte sie schon wieder das nächste Stück an.

Politisch kontroverse Zeilen meidet die Band

Auch "American Idiot", den Titelsong ihres politischsten Albums, gab die Rockband zum Besten. Bei normalen Konzerten, berichtet der US-Sender CNN, ändert Sänger Armstrong den Originaltext am Anfang des Songs in "I’m not part of a Maga agenda". Diese Distanzierung von der Trump-Bewegung war beim Super Bowl nicht zu hören. Stattdessen ließ Armstrong die betreffende Strophe aus.

Zensiert wurde die Performance von Green Day an einer Stelle, berichten US-Medien. Allerdings nicht wegen einer politisch kontroversen Botschaft, sondern weil in einem der Songs das F-Wort vorkommt. An dieser Stelle schaltete der übertragende Sender NBC den Auftritt kurz stumm.

Allgemeine Gesellschaftskritik ja, klare Statements zu Trump und aktuellen politischen Themen lieber nicht – so lässt sich der Super-Bowl-Auftritt von Green Day wohl zusammenfassen. Dabei hatte Billie Joe Armstrong noch zwei Tage zuvor bei einem Auftritt die Beamten der umstrittenen Einwanderungspolizei ICE aufgefordert, ihre Jobs zu kündigen.

Beim Super Bowl wollten der Sänger und seine Bandkollegen dann offenbar lieber keinen Eklat provozieren.

Quellen: NFL, CNN, "Variety"

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