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ARD Story: Felix Neureuther – Olympia im Wandel?: Alles wurde teurer – und vieles anders, als geglaubt

stern.de

Friday, January 30, 2026

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ARD Story:  Felix Neureuther – Olympia im Wandel?: Alles wurde teurer – und vieles anders, als geglaubt
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Mit bereits bestehenden Anlagen und kostengünstigem Sportstättenbau bekamen Mailand und Cortina d'Ampezzo bei der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2019 den Zuschlag vom IOC. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, stellt vor allem der ARD-Experte Felix Neureuther bald fest.Vier Tage vor der E...

Mit bereits bestehenden Anlagen und kostengünstigem Sportstättenbau bekamen Mailand und Cortina d'Ampezzo bei der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2019 den Zuschlag vom IOC. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, stellt vor allem der ARD-Experte Felix Neureuther bald fest.

Vier Tage vor der Eröffnungsfeier der XXV. Olympischen Winterspiele im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion wirft die "ARD Story" zur besten Sendezeit einen kritischen Blick auf die Spiele. Mit dem dreifachen Olympiateilnehmer Felix Neureuther (unter anderem Turin und Sestrière, 2006) stellen die Autoren Georg Bayerle und Robert Grantner einen Kronzeugen in den Mittelpunkt, der sich stets für die Nachhaltigkeit der Spiele, zumal für die Wiedernutzung früherer Sportstätten und somit geringe Kosten eingesetzt hat. Eines seiner Hauptanliegen ist die Anbindung an die Region und die Weiterbenutzung nach den Spielen. Doch alles das ist im Falle der Spiele von Mailand und Cortina zumindest zu relativieren.

Schon in vorherigen Reportagen – Neureuther beobachtete die Vorbereitungen drei Jahre lang – zeigte sich der ehemalige Ski-Rennläufer enttäuscht. Angesichts der Ruinen "seines" Olympiaortes Sestriere wollte er herausfinden, ob und wie alles in Cortina besser läuft. "Denn es hieß ja, dass keine Sportstätten neu gebaut werden, dass man auf alles zurückgreifen kann, dass auch nicht zu viele Gelder ausgegeben werden müssen und dass es wieder mehr um den Sport geht." Doch die Realität sieht anders aus. So wurde das Biathlon-Stadion in Antholz um- und zum Teil völlig neu gebaut, unter anderem mit Bunkern für starke Minusgrade für die Munition.

Besonders spektakulär fiel der Um- und Neubau der Kunsteisbahn von Cortina für die Bob-, Rennrodel- und Skeletonwettbewerbe aus. Als die Zeit für eine neue Bahn wegen der hohen Kosten und der Absage einschlägiger Baufirmen knapp wurde, zog das IOC sogar ausländische Ersatzbahnen wie Igls (Innsbruck) in Erwägung. Auch andernorts, etwa beim zwischenzeitlich beschlossenen Neubau der Skischanzen stiegen die Kosten um ein Vielfaches. Der Bau der neuen Eisarena in Mailand verzögerte sich, die Kosten stiegen auf 300 Millionen Euro.

Menschen Hoffnung geben

Hinzukommt, dass die alpinen Wettbewerbe für Frauen und Männer an weit von einander entlegenen Orten ausgetragen werden, zudem sind die Athletenunterkünfte auf verschiedene Orte verteilt. Es gibt zum ersten Mal kein gemeinsames Olympisches Dorf. Bei alldem hat Neureuther jedoch den Glauben an den Sinn und die Nachhaltigkeit von Olympischen Winterspielen keineswegs verloren. Der Star aus Garmisch-Partenkirchen gibt sich überzeugt, "dass man die Olympischen Spiele sinnvoll aufstellen kann und dass die Werte wieder in den Vordergrund treten, um die es bei den Spielen eigentlich geht".

Bei seinen dreijährigen Recherchen sprach Neureuther mit Einheimischen, aber auch mit Sportlern und Sportlerinnen wie US-Skiläuferin Lindsey Vonn, dem Skispringer Andreas Wellinger, den zweifachen Goldmedaillengewinnern im Rodeln Tobias Wendl/Tobias Arlt und der Freestylerin Sabrina Cakmali. Gerade in der heutigen Zeit spielten Olympische Winterspiele laut Neureuther "eine wichtige Rolle, um den Menschen Hoffnung zu geben, um Emotionen zu wecken und um Werte zu vermitteln".

ARD Story: Felix Neureuther – Olympia im Wandel? – Mo. 02.02. – ARD: 20.15 Uhr

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